014 Malaysia – Viele wilde Tiere am Kinabatangan

Nachdem wir an der vergangenen Station in Sepilok vor allem die Orang-Utans schon „abhaken“ konnten, hatten wir keine großen Erwartungen an den gebuchten 3-tägigen Aufenthalt am Fluss Kinabatangan. Doch wir sollten hier nicht nur Orang-Utans in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen, die uns komplett überwältigten. Die Anreise erfolgte aus Sepilok mittels einer zweistündigen Fahrt im Kleinbus. Alles, was wir gesehen haben, werdet ihr in diesem Beitrag lesen und auch die Bilder bestaunen können.

Beim Fluss Kinabatangan handelt es sich um einen bedeutenden Fluss der Region, der mitten durch den geschützten Regenwald führt. Wir haben hierbei mehrere geführte Bootstouren und auch kleine Dschungelwanderungen gebucht, die sich wirklich gelohnt haben. Übernachtet haben wir in einem 6-Personen-Zimmer in der Nature Lodge direkt am Ufer des Flusses. In unserem gebuchten Paket bei den River Junkies waren neben den Übernachtungen auch die Transporte, alle Aktivitäten und Mahlzeiten inbegriffen. Die Kosten belaufen sich hier auf vertretbare 100 Euro pro Person für die gesamte Zeit. Für uns hat es sich absolut gelohnt, vor allem die Bootstouren waren umwerfend.

Dschungelwanderungen

In den drei Tagen hatten wir insgesamt drei einstündige „Wanderungen“ durch den anliegenden Dschungel. Davon waren zwei Wanderungen tagsüber und eine Nachtwanderung. Die ganz großen Tiere haben wir hier nicht entdecken können, wobei man dies eigentlich auch gar nicht möchte, da man nie weiß wie entspannt oder aggressiv die Tiere sind. Dafür haben wir die ein oder andere Spur von ihnen entdeckt. Besonders war der Nachtspaziergang, bei dem wir dann noch einmal das ein oder andere nachtaktive Lebewesen entdecken konnten. Neben Skorpionen haben wir auch einen schüchternen Fleckenmusang gesehen (siehe Bilder).

Bootstouren

Wir hatten in den 3 Tagen insgesamt 4 mehrstündige Touren mit einem kleinen Boot auf dem Fluss. Davon zwei am Morgen jeweils gehen 6 Uhr und zwei am Nachmittag gegen 16 Uhr bis zum beeindruckenden Sonnenuntergang (wie man auch sehr gut im Video sehen kann). Dabei sind wir mit einem Guide flussabwärts gefahren und haben ganz verschiedene Tiere zu Gesicht bekommen, wobei wir dafür ufernah kurz angehalten haben. Die schönsten Tiere haben wir euch nachfolgend mit kleinen Schnappschüssen festgehalten. Dabei kommen zuerst die kleineren Tiere und zum Schluss sogar noch die ganz Großen. 😉

Sonnenuntergang zum Ende der Bootstour. Einfach atemberaubend!

Vögel

Die Tiere, die man den ganzen Tag hören kann, aber meist etwas schwieriger zu erspähen sind, sind verschiedene Vögel. Wir haben neben kleinen Kolibris auch endlich die etwas größeren Nashornvögel (engl. Hornbill) sehen dürfen. Die Vögel mit all ihren Farben zu beobachten und in freier Wildbahn zu sehen ist für uns auf jeden Fall sehr beeindrucken gewesen.

Ein wunderschöner Kolibri

Affen

Affen waren dabei die am häufigsten gesichteten Tiere. Neben den verschiedenen Makaken-Affen haben wir auch wieder das Glück gehabt, Orang-Utans zu Gesicht bekommen. Am witzigsten fand ich jedoch die Nasenaffen, die es genau wie die Orang-Utans nur auf Borneo gibt. Ich muss schon sagen, dass diese Affen sehr amüsant aussehen. Man achte bitte bei den Bildern auch auf die Posen. 😀 Herrlich!

Krokodile

In und um den Fluss wimmelt es nur so von Krokodilen. So konnten wir bei jeder Bootstour 3-5 verschiedene sehen. Es handelte sich dabei immer um Salzwasserkrokodile, die sich an den dortigen Lebensraum mit Süßwasser angepasst haben. Die Krokodile erreichen hierbei eine Größe von bis zu 6 Metern. Das Größte, was wir gesehen haben, war ungefähr 3,5 Meter lang und auch so schon bedrohlich genug. Meist liegen sie am Flussufer und ruhen sich aus. Ab und zu sieht man jedoch im Wasser auch nur die Augen herausschauen.

Elefanten

Der Elefantengott meint es gut mit uns, nachdem wir bereits einen Elefanten im Royal Belum State Park erspähen konnten, haben wir am letzten Abend auch noch eine Elefantenfamilie in Ufernähe beobachten können. Es sind so beeindruckende Tiere, die auf der einen Seite eine gewisse Ruhe und Entspannung ausstrahlen, aber denen man natürlich dennoch nicht zu nah kommen will und sie besser mit Respekt aus der Entfernung beobachtet. Einfach wow!

Beeindruckend gut konnten wir die Elefantenfamilie beobachten.

Nach den drei Tagen waren wir hin und weg von den ganzen verschiedenen Eindrücken aus der Region um den Kinabatangan-Fluss und können jedem einen Besuch mehr als empfehlen. Wir würden den Ausflug auch den Auffangstationen und Naturparks in Sepilok vorziehen, da man hier auf jeden Fall nicht im Geringsten das Gefühl hat in einem Zoo zu sein.

Nachdem wir fast eine Woche in den Urwäldern von Borneo verbracht haben, steht für uns als letzte Station in Malaysia noch ein echtes Highlight an. Wir werden Tauchen an den schönsten Riffen, die Malaysia zu bieten hat. Es geht für uns für vier ganze Tage zu den Inseln Mabul, Kapalai und Sipadan. Wobei vor allem Letztere in verschiedenen Rankings sogar weltweit zu den Top 10 Tauchspots gehört. Dies können wir nach den ersten Tauchtagen dort auf jeden Fall bestätigen. Ihr dürft also gespannt sein.

Ganz liebe Grüße an alle Freunde und Freundesfreunde.

Euer Tim und Eure Alina

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