004 Malaysia – Strand, Sonne und mehr – die Insel Langkawi

Nach den städtischen Stationen Kuala Lumpur und Melaka sollte die dritte Station für uns dann die Insel Langkawi sein. Langkawi bezeichnet dabei eine Inselgruppe von 99 Inseln nordwestlich des malaysischen Festlands. Auf der Hauptinsel leben rund 100.000 Einwohner, die vorrangig vom Tourismus leben. Langkawi ist am einfachsten mit dem Flugzeug zu erreichen. Diesen Weg haben auch wir gewählt und kamen somit am 12.03.2023 an dem International Airport von Langkawi an. Wir haben uns für die Region Chenang im Südwesten der Insel unweit vom Flughafen entschieden. Ganze 11 Nächte verbrachten wir im Chenang Inn ungefähr 400 Meter vom Strand entfernt.

Wir möchten nun unsere Ausflüge und Touren etwas dokumentieren, wie wir es für Kuala Lumpur bereits gemacht haben. Zum Schluss wird Alina noch ein Update geben, ob Sie Ihren geplanten Tauchkurs gemeistert hat.

Mangroven Tour

Die Mangroven Tour ist eine sehr typische und touristische Tagestour beginnend im Norden der Insel. Es geht auf ein Boot (unsere Gruppe waren 8 Leute) und von dort aus durch die Mangroven des Kilim Geoforest Park. Zwischenstopps gab es unterwegs bei dem Eagle Watching Spot. Hier konnte man Adler bei Ihrer Jagd nach Fischen aus nächster Nähe beobachten. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Bat-Caves. Eine Höhle, in der man schlafende Fledermäuse betrachten konnte. Es war beeindruckend, wie viele dieser Flugtiere hier schliefen und wie im Film von den Felsen hingen. Anschließend gab es ein Mittagessen. In einem der typischen Floating-Restaurants (übersetzt: schwimmende Restaurants) wurde einem die malaysische Landesgericht Nasi Lemak serviert, was aus Reis (welch Überraschung) und Ei oder Hähnchen als Beilage besteht. Anschließend ging es mit dem Boot noch etwas raus in Richtung offenes Meer. Bei der guten Sicht konnte man sogar das thailändische Festland erkennen. Abgesetzt wurden wir dann an dem traumhaften Strand von Pantai Tanjung Rhu. Dazu später mehr.

  • Dauer: 60 Stunden (Mit Hoteltramsport)
  • Kosten: 90 Ringgit  pro Person – rund 19 Euro
  • Bewertung 4 von 5 Sternen

7 Wells Waterfalls

Ein Tagesausflug, den wir uns selbst organisiert haben, sollte uns einmal rund um die Insel führen. Wir haben uns einen Roller gemietet und sind damit einige Attraktionen abgefahren. Am Morgen ging es somit für uns zur Talstation der Seilbahn zur bekannten Skybridge im Westen von Langkawi. Wir entschieden uns aber aus Kostengründen gegen die Fahrt auf den Berg und sind stattdessen zum großen Wasserfall und den 7 Wells Wasserfällen gelaufen. Nach etlichen Treppenstufen waren wir sogar gegen 9 Uhr die einzigen dort (das frühe Aufstehen lohnte sich also). Die Bilder sprechen hier für sich! Lustigerweise gab es danach ein spätes Frühstück für uns in der German Food Corner. Natürlich gab es Schnitzel…

  • Dauer: 1 Stunde
  • Kosten: Keine
  • Bewertung 5 von 5 Sternen

Gunung Raya

Der zweithöchste Berg befindet sich recht zentral inmitten der Insel. Ein Vorteil hier ist die asphaltierte Straße bis nach oben. Wir konnten also hier recht bequem mit dem Roller hochfahren. Der Roller selbst hatte dabei an dem ein oder anderen Anstieg ganz schön zu kämpfen. Er brachte uns, wenn auch manchmal etwas langsamer, aber trotzdem verlässlich, nach oben. Wer wie wir oben mit einem kleinen Snack oder einem frischen Saft an einem Stand rechnete, lag hier aber falsch. Es gab rein gar nichts auf dem Berg zu sehen, mit Ausnahme von vereinzelten Affen, die am Wegesrand hockten und einander lausten. Wir waren um die Mittagszeit auch hier wieder die einzigen. Die Anderen lagen wahrscheinlich alle am Strand bei der Wärme. Die wunderbare Aussicht von dem gut 800 Meter hohen Berg hatten wir dementsprechend wieder für uns.

  • Dauer: Mit der Fahrt rund 1,5 Stunde
  • Kosten: Keine
  • Bewertung 3 von 5 Sternen

Pantai Tanjung Rhu Beach

Für den nächsten Zwischenstopp unserer Roller-Tour haben wir dann wieder den vermutlich traumhaftesten Strand im Norden der Insel aufgesucht. Am Pantai Tanjung Thu Beach kann man vor einer wunderschönen  Kulisse braun oder wie wir gern auch direkt rot werden und sich in dem tiefblauen Meer abkühlen.

  • Dauer: bis der Sonnenbrand da ist
  • Kosten: Keine
  • Bewertung 4 von 5 Sternen

Die Stadt Kuah

Den letzten Halt haben wir dann am Nachmittag in Kuah, der größten Stadt der Insel, gemacht. Im Fährenhafen der Stadt ragt vor allem das Wahrzeichen der Insel heraus. Die 12 Meter hohe Adlerstatue stellt ein Highlight dar. Vom Eagle Square hat man auch eine gute Sicht auf den MAHA Tower, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt – der etwas an den Eifelturm erinnert.

  • Dauer 2 Stunden
  • Kosten: Keine (Wir sind aber auch nicht auf dem MAHA Tower gewesen)
  • Bewertung 3 von 5 Sternen

Anschließend sind wir mit dem Roller wieder zurück nach Chenang gefahren. Die 100 km, die wir über den ganzen Tag zurückgelegt haben, kosteten uns 40 Ringgit Rollermiete plus 5 Ringgit Sprit, also umgerechnet knapp 10 Euro. Der Verkehr auf Langkawi selbst ist entspannt und somit auch ideal für das Mieten eines Rollers. Wir hatten nie das Gefühl einer bedrohlichen Situation und haben uns auch recht schnell an den Linksverkehr gewöhnt.

LaVilla Poolclub / Restaurant mit Infinity Pool

Nach einigen Tagen am Strand und auch im Inland der Insel war uns nach einem Tag Swimmingpool. Wir haben von der Option gehört, einen Tag im LaVilla Poolclub & Restaurant im Süden von Chenang zu verbringen. Gesagt, getan sind wir also morgens zu dem Poolclub in der La Villa Hotelanlage gelaufen. Dort wartete nach dem Eintritt auch ein Begrüßungssaft auf uns und wir konnten den ganzen Tag am und im Infinitypool verbringen. Spätestens hier haben wir uns nicht mehr wie ein typischer Bagpacker gefühlt :-D. Der Poolclub ist sehr entspannt und ist auch nicht überlaufen gewesen, sodass wir auch noch Liegen in erster Reihe bekommen haben. Obwohl man fairerweise sagen muss, dass wir auch Punkt 10 Uhr zur Eröffnung des Pools am Eingang standen 😉. Primär wird die Anlage aber von den Hotelgästen selbst genutzt und natürlich auch ein Stück über unserem Standard. Wir haben also den ganzen Tag hier verbracht und konnten sogar einen traumhaften Sonnenuntergang hier genießen. Für uns dennoch ein Top Preis-Leistungsverhältnis.

  • Dauer: bis zu 1 Tag
  • Kosten: 35 Ringgit pro Person (rund 7 Euro)
  • Bewertung 5 von 5 Sternen

Alinas Tauchkurs

Hallo meine lieben Freunde und Freundesfreunde. Zu Weihnachten bekam ich von Tim einen Gutschein für einen Tauchkurs überreicht. Wo und wann dieser stattfinden sollte, war dabei noch nicht klar. Jedoch hatte Tim die Idee, diesen Kurs gleich mit unserer Reise zu verbinden. Gesagt, getan. Tim erkundigte sich im Voraus nach Tauchschulen auf Langkawi und wurde schnell fündig. Bei einer gebürtigen Holländerin, die eine Tauchschule auf Langkawi eröffnete, sollte es also losgehen.

Der Tauchkurs ist insgesamt in 2 Teile geteilt. Die Theorie und die Praxis. Die Theorie musste ich mir über eine PADI-Lernapp selbst zu Gemüte führen. Am besten auch schon alles geschafft haben, bevor die Praxis losgeht. Für die Theorie (auf Englisch gelernt) brauchte es STUNDEN! Das ist also nicht zu unterschätzen.

Die Praxis dauert 3 Tage.

Tag 1: Wir waren eine 4er-Gruppe und lernten uns erstmal alle kennen. 2 Malayen und ein Franzose lernten also mit mir das Tauchen. Pro 2 Schüler kam ein Tauchlehrer. Am ersten Tag klärten wir in der Tauchbasis kurz die theoretischen Grundlagen des heutigen Tages. Danach ging es mit dem Auto zu einem Pool, welcher zu einer Hotelanlage gehörte. Dort übte man z.B. das Tarieren im Wasser, sodass man nicht ständig nach oben oder unten sinkt, die richtige Körperlage im Wasser zu behalten, unter Wasser die Tauchmaske von Wasser zu befreien, Gefahrensituationen z.B. wenn die Luft im Tank zu Ende geht usw.

Tag 2: Es gab wieder ein kurzes Briefing an der Tauchbasis zu den praktischen Grundlagen des Tages. Danach ging es mit dem Boot ca. 10 Minuten raus an den Rand einer kleinen Insel. Dort sollte das erste Mal die Unterwasserwelt inspiziert werden. Auch hier übten wir Manöver in Gefahrensituationen und versuchten ein Gefühl für Tiefe und unser Equipment zu bekommen. Nach einem Tauchgang von ca. 25 Minuten, gingen wir für eine halbe Stunde aufs Boot und stärkten uns mit etwas Tee und Keksen. Danach schipperten wir zu unserem nächsten Tauchspot und schauten uns dort noch einmal für 30 Minuten die bunten Korallen und teils eigenartig aussehenden Fische an.

Tag 3: Das Briefing zu Beginn in der Tauchbasis dufte wieder nicht fehlen. Als Besonderheit war diesmal jedoch noch Tim mit dabei. Er sollte heute mein Tauchbuddy sein. Danach gings wieder rauf aufs Boot und ab an eine Insel. Dort musste ich noch einige Mannöver meiner Tauchlehrerin zeigen, während Tim geduldig wartete. Als das erledigt war, konnten wir zusammen unseren Tauchgang bestreiten. In der Pause zwischen den Tauchgängen legten wir an einer Insel mit Puderzuckersand und kristallklarem Wasser an. Einfach wundervoll!

Anschließend meinte meine Tauchlehrerin, dass nun keine Tauchmanöver mehr geübt werden müssen und der nächste Tauchgang reiner „Fun Dive“ ist. Also das Tauchen einfach genossen werden kann. Sie zeigte uns unter Wasser kleine Spielereinen, die man unter Wasser so durchführen kann. Luftringe mit dem Mund bilden, einen „Salto“ im Wasser machen oder sich gegenseitig einen dicken KNUTSCHER auf die Lippen pressen. Das tat ich dann selbstverständlich nur mit Tim 😉.

An Land wurde uns zu unserer Tauchlizens gratuliert und ein Logbuch ausgeteilt. Das Logbuch führen Taucher mit sich, um jeden Tauchgang schriftlich mit kurzen Infos festzuhalten. So wird unter anderem das Datum, der Ort des Tauchgangs, die maximale Tiefe, die gesehenen Fische und Korallen festgehalten. Danach gab es noch einen Stempel der Tauchschule ins Logbuch und wir verabschiedeten uns von allen.

Fazit: Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass mir Tauchen so viel Spaß macht. Geschnorchelt bin ich in vergangenen Urlauben des Öfteren, weswegen mich die Unterwasserwelt schon lange fasziniert hat. Das Gefühl der Schwerelosigkeit und die Stille unter Wasser haben etwas meditatives an sich. Man ist dabei im Hier und Jetzt. Einfach toll und absolut empfehlenswert, wenn man auch überlegt, einen Tauchschein zu machen.

Es lohnt sich schon so oder so den Tauchschein in der Region hier anzutreten, da es im Vergleich zu Deutschland um einiges günstiger ist. Für den kompletten Kurs zahlt man 1450 RM (Ringitt), was umgerechnet ca. 300 Euro sind. Das sind ca. 100 Euro weniger als in Deutschland.

Eine Herzensempfehlung von mir und meinem Tier- und Umweltherz. Von mir gibt’s hier 5 von 5 Punkten. 😊 Eure Alina

Essensreview

Wir müssen natürlich auch noch über das Essen reden. Auf der Insel selbst gibt es alles, was das Herz begehrt. Neben den indischen, chinesischen und malaysischen Restaurants gibt es auf Langkawi auch viele Thai-Restaurants. Auf Wunsch gibt es auch hier westliche Kost wie Pizza oder Pasta oder sogar westliche Fastfoodketten wie Mc Donalds, Subway oder KFC.

Wir sind immer bei der asiatischen Küche geblieben und haben manchmal zum Frühstück einen Pancake mit Schokolade oder ein Früchtemüsli ergänzt. Für das Abendessen ist besonders ein Thai-Restaurant herausgestochen. Das kleine aber feine Restaurant Warung Mry haben wir in unseren 11 Tagen 7-mal besucht. Das sagt eigentlich schon alles. Neben leckeren Currys waren wir vor allem von dem Pad Thai (ein Reisnudelgericht) sehr begeistert. Zum Nachtisch gab es meist den typischen Mango Sticky Rice (Klebereis mit frischer Mango und einer süßlichen warmen Kokosmilch). Einfach lecker! Preislich sind wir hier meist bei 7-10 Euro für 2 Personen mit Getränk und Dessert gewesen. Wenn es euch also irgendwann einmal nach Langkawi verschlägt, schaut also unbedingt bei dem unscheinbaren Warung Mry Restaurant vorbei!

Während unseres Aufenthalts mussten wir natürlich auch die nächste Station etwas planen. Wir sind dabei nach einer kurzen Suche im Internet und Gesprächen mit diversen Leuten auf die thailändische Insel Koh Lipe aufmerksam geworden. Eine sehr kleine Insel, die man nur mit der Fähre erreicht, liegt nur 1,5 Stunden von Langkawi entfernt. Ein echtes Highlight sollen die Riffe sein, die man auch einfach vom Strand aus beschnorcheln kann.

Ihr dürft also gespannt sein, wie es bei uns weitergeht.

Liebe Grüße Euere Alina und Euer Tim 🙂

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