Die letzten Tag
Den Donnerstag und den Freitag haben Alina und ich natürlich auch noch erfolgreich gemeistert. Wir haben uns besser gefühlt als die Tage zuvor und sind somit nach unseren Morgenroutinen auch bei den letzten beiden geplanten Wanderungen dabei gewesen. Dieses Mal ging es am Donnerstag vom Rennsteighaus ein Stück über den Rennsteig und wieder zurück nach Tambach-Dietharz. Eine sehr schöne Route die vor allem durch den Frost am Vormittag auch landschaftlich sehr schön war. Dies brachte aber auch sehr vereiste Wege mit sich, sodass auch der ein oder andere ins Rutschen gekommen ist. Diese 13 Kilometer bescherten uns für den Freitag einen schönen Muskelkater in Beinen und Po, sodass am letzten Wandertag nur eine kleinere Runde (rund 6 Kilometer) auf dem Programm stand.
Fastenbrechen
Am Samstagmorgen um 8:30 Uhr stand das gemeinsame Fastenbrechen auf dem Programm. Das heißt für uns nach fast 130 Stunden ohne feste Nahrung endlich wieder mal etwas zum Kauen. Wie lange haben wir auf diesen Moment gewartet… Und endlich ist es soweit. Am großen Gemeinschaftstisch wurde Alina und mir ein gedünsteter, warmer Apfel mit etwas Zimt serviert. Jeder Happen war ein purer Hochgenuss. Da durch das Fasten die Geschmacksknospen etwas unterfordert sind, überkam uns eine absolute Geschmacksexplosion. Dies war wohl der beste Apfel den Alina und ich je gegessen haben. Ein verdammt befriedigendes Gefühl. Es unterstrich auch nochmals wie stolz wir aufeinander sein können, dass wir dies durchgestanden haben.

Da es sehr wichtig ist nach dem Fasten den eigenen Organismus erst langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen, muss unsere „Liste des Begehrens“ noch etwas warten bis sie abgearbeitet wird. Es wird empfohlen, dass nach dem Fasten mindestens 50% der Anzahl an gefasteten Tage als Aufbautage eingelegt werden. Das heißt für uns bei 5 ganzen Fastentagen mindestens zweieinhalb, besser gleich drei Aufbautage. An diesen Tagen liegt der Fokus auf gut verdaulicher und nährender Kost. Bei uns kam deshalb Kartoffelpüree und Sauerkraut, sowie auch Vollkorn-Knäckebrot mit Kräuterquark auf den Tisch. Neben dem unglaublich guten Geschmack, hat es sich auch für uns als sehr verträgliche Kost herausgestellt. Wir haben dabei noch besonders auf ausreichendes Kauen geachtet, um auch so dem Magen die Verdauung zu erleichtern.


Fazit
Nach 5 Tagen ohne fester Nahrung sind wir in aller erster Linie stolz auf uns, dass wir dies so durchgestanden haben. Das prophezeite Fastenhoch am vierten Tag hat sich bei uns nicht eingestellt. Wir haben uns relativ konstant etwas schlapp gefühlt. Umso wichtiger war es, dass wir uns früh immer wieder aufgerappelt haben und unseren Schweinehund überwunden haben. Nachdem ich am Samstag meine Jeans wieder angezogen habe, musste ich feststellen, dass ich den Gürtel ein Loch enger machen muss. Mein Gewicht ist von Anfangs knapp 82 Kilogramm auf rund 78 Kilogramm gesunken – ein guter Nebeneffekt, auch wenn man natürlich nach dem Fasten auch wieder etwas zulegen wird. Wir nehmen aber vor allem mit, sich wieder mehr Zeit für das Essen selbst sowie auch die Zubereitung zu nehmen. Nach dem Fasten merken wir ein geschärftes Bewusstsein für das Essen und wollen dies auch beibehalten. Gerade in der aktuellen Zeit, wo man zu jedem Zeitpunkt nahezu alles essen kann, ist es richtig sich darauf zu besinnen, was unserem Körper gut tut. Für uns war es definitiv nicht das letzte mal Fasten, auch wenn wir es eher in ferner Zukunft sehen. Fasten kann ein toller Start sein, sich mit seinem Körper einmal mehr auseinanderzusetzen. Die heilenden Wirkungen speziell z.B. bei Diabetes, Bluthochdruck, Abnahme viszeralen Fettes oder Rheuma sind nicht abzustreiten und lässt einen bewusster mit seinem Körper umgehen.
Das Fasten ist nun vorbei. Die ersten (Vollkorndinkel-)Spaghettis mit Tomatensoße sind gegessen. Nun steht unsere große Malaysiareise vor der Tür. Am 01.03.2023 ist unser Abflug. Ihr könnt euch also in den nächsten Wochen auf Beiträge und Bilder aus Südostasien freuen.
~ Euer Tim und eure Alina









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